»KENNERSCHAFT UND KUNSTRAUB«

Sie sind zwei der Hauptexponate des Deutschen Historischen Museums: die Kaiserbildnisse Sigismunds und Karls des Großen von Albrecht Dürer. Erst einige Jahre nach ihrem Ankauf 2003 stellte sich heraus: Bei den Bildnissen, die vom jüdischen Kunsthistoriker Max J. Friedländer 1938 in London entdeckt worden waren und die das DHM von einer Schweizer Familienstiftung erwarb, handelt es sich um Raubgut der Nationalsozialisten; hinter dem Verkäufer versteckte sich der berüchtigte Kunsthändler Bruno Lohse, der 1941–44 stellvertretender Direktor einer nationalsozialistischen Kunstrauborganisation war.

Im Rahmen einer »Intervention in die Dauerausstellung« erzählte das DHM die wechselhafte Objektgeschichte der beiden Porträts und gab den Besuchern dabei auch Einblick in seine Provenienzrecherche. Diesen thematischen Zugriff nahm unsere Ausstellungsgrafik zu ihrem Ausgangspunkt: Die Text- und Objektschilder waren in der Optik alter Akten und Textdokumente gestaltet und ließen den Besucher den Prozess der so schwierigen wie spannenden Herkunftsrecherche nachempfinden.

LEISTUNGEN

Deutsches Historisches Museum Berlin

Intervention in die Dauerausstellung 2017

Ausstellungsgrafik