»GEMEINSAM BURBACH«

Wie wichtig gemeinschaftliches Denken und Handeln ist, wie sehr die Menschen in Burbach historisch darauf angewiesen waren und sie noch heute davon geprägt sind, das ist Thema der neuen kulturgeschichtlichen Dauerausstellung, die als Teilangebot des Begegnungs-, Besucher- und Erlebniszentrums (BBEZ) derzeit entwickelt wird. Statt auf eine Masse an Objekten setzt sie auf einzelne Exponate, die sie angemessen präsentiert und kulturgeschichtlich kontextualisiert.

 

Oberstes Ziel der Ausstellung ist es, die Besucher/-innen zur Diskussion über das Leitthema »Gemeinsinn« anzuregen. 

In insgesamt drei Sektionen und einem Prolog widmet sich die von der Gemeinde Burbach und dem Heimatverein gemeinsam mit BOK+Gärtner konzipierte Ausstellung ausgewählten charakteristischen Aspekten des (historischen) Burbacher Lebens und Arbeitens: Von der genossenschaftlichen Hauberg- und der Bergbauwirtschaft über den lokalen moselfränkischen Dialekt und die Gerichtsbarkeit in der Zeit der Doppelherrschaft Nassau-Sayn bis zur Gebietsentwicklung der Gemeinde durch die Jahrhunderte und der Frage nach Gemeinschaftsformen und -vorstellungen während des Dritten Reichs bietet die Präsentation zahlreiche Anknüpfungspunkte für Begegnungen mit der Historie Burbachs einerseits, für Gespräche über Burbachs Gemeinschaft und ihre Zukunft andererseits.

LEISTUNGEN

TEXT + INHALTLICHE KONZEPTION

Alte Vogtei Burbach

Dauerausstellung – derzeit in Planung

+ Inhaltliche Konzeption der kulturgeschichtlichen Dauerausstellung (auf Basis eines Grobkonzepts des Auftraggebers)

+ Inhaltliche Ausarbeitung des Konzepts

+ Auswahl der Exponate

+ Ausarbeitung der Vermittlungsmethoden und -medien

+ Verfassen aller Texte

SEKTIONSTEXT


ZUSAMMEN LEBEN

 

Vielfältig, engagiert, lebenswert – das sind Kernqualitäten Burbachs und seiner Menschen. Das zeigt nicht nur die Kampagne »LebensWERTE Dörfer – die Burbach-Initiative«. Darin stellen sich Wirtschaft, Bürgerschaft, Politik und Verwaltung in zahlreichen Teilprojekten gemeinsam den Herausforderungen, die sich durch den demografischen, klimatischen und gesellschaftlichen Wandel ergeben. Auch die 140 örtlichen Vereine sind ein Ausdruck außergewöhnlichen ehrenamtlichen Einsatzes. Der war zudem ausschlaggebend dafür, dass Burbach im NRW-weiten Projekt »Zukunftsfaktor Bürgerengagement« von der Landesregierung als Pilotprojekt ausgewählt wurde. Wie jede Gemeinschaft steht auch Burbach vor der Aufgabe, dauerhaft gepflegt werden und sich beständig zu erneuern. Denn Gemeinsinn will aktiv gelebt sein. Und immer wieder müssen Zugezogene in die Gemeinschaft integriert werden. Dies gilt unabhängig davon, ob sie aus benachbarten Dörfern, anderen Regionen Deutschlands oder auch aus fernen Ländern stammen.

EXPONATTEXT: Haubergsordnung

NACHHALTIGKEIT
PER VERORDNUNG

Rechte und Pflichten des Einzelnen in der genossenschaftlichen Bewirtschaftung der Hauberge regelten seit dem 15. Jh. eigene »Haubergordnungen«. Mit ihnen sollte der Waldbestand nachhaltig gesichert werden. Darin wurden auch anzupflanzende Baumsorten und Arbeitsabläufe festgelegt. Im Bergbau wurde in »Hüttenordnungen« beispielsweise die Verhüttung auf 48 Tage im Jahr beschränkt.

BEISPIELTEXTE